Die eBike-Fahrtechnik

So bist du sicher und effizient unterwegs.

Die Trittfrequenz

Trete gleichmäßig in die Pedale, denn bei konstanter Geschwindigkeit sparst du Strom.

Am geeignetsten wäre eine Trittfrequenz von 70 – 80 Kurbelumdrehungen. Sowohl auf gerader Strecke als auch an Steigungen, im Gegenwind, bei längeren Anstiegen – da wo der Akku besonders gefordert ist – kommt man mit höherer Trittfrequenz wegen der besseren Leistungsnutzung durch den Motor am Ende des Tages auf eine bessere Reichweite insgesamt.

Außerdem hat eine hohe Trittfrequenz weitere Vorteile. Sie sorgt für eine bessere Durchblutung und mehr Schonung für die Kniegelenke. Bei hohen Trittfrequenzen sind die Phasen der Anspannung kürzer, so dass der Blutfluss innerhalb eines Muskels nur kurz gestört ist. Während einer Kontraktion werden die Blutgefäße komprimiert und die Zirkulation des Blutes behindert. Die ist aber für den Sauerstoff- und Nährstofftransport wichtig. Auch die Stoffwechselzwischenprodukte wie z. B. das Laktat werden über einen guten Blutfluss besser abtransportiert.

Die Belastungsspitzen sind kürzer und oft geringer. Eine Trittfrequenz von > 75 Umdrehungen pro Minute wird sportmedizinisch empfohlen. Übrigens werden Patienten in der Reha auf 75u/min trainiert – das gilt als untere Grenze, um Kniebelastungen möglichst gering zu halten.

Vorrausschauend fahren

Fahre besonders vorausschauend, denn wann immer spontan gebremst und wieder beschleunigt wird, steigt der Energieverbrauch. Vor roten Ampeln das Bike am besten ausrollen lassen, und auf einen kleineren Gang schalten, statt bis kurz vor der Haltelinie Gas zu geben und mit einem schweren Gang  und hoher Motorunterstüzung wieder anzufahren. 

Der Reifenluftdruck

Sorge für einen dem Fahrrad angepassten Reifenluftdruck. Antrieb und Akku bedeuten zusätzliches Gewicht und besonders in Kurven ist daher der richtige Druck unabdingbar, damit das Rad stabil bleibt. Wie viel Luft dein Reifen braucht, hängt vom jeweiligen Modell ab. Den entsprechenden Luftdruckwert gibt der Hersteller auf dem Reifen direkt an.

Die Bremse

Aufgrund des höheren Tempos benötigt das E-Bike gut funktionierende Bremsen. Doch richtiges Bremsen auf dem E-Bike will gelernt sein: Denn auch wenn du auf dem Pedelec zum Beispiel in Kurven bremst, schaltet sich die Elektro-Unterstützung ab. Sobald du beschleunigst, setzt der Motor wieder ein – dabei kommt es durchaus zu überraschenden Geschwindigkeitsschüben. Wenn du dann wieder bremsen musst, vergeudest du unnötig elektrische Energie.

Mit dem E-Bike richtig schalten

Trete während des Schaltens bei einer Kettenschaltung (außenliegende Ritzel am Hinterrad) weiter in die Pedale, allerdings mit weniger Druck. Vermeide Gangwechsel unter voller Last, dabei könnte – wie bei einem herkömmlichen Rad auch – die Kette abspringen oder sich verbiegen bzw. das Schaltauge oder das Schaltwerk beschädigt werden, was die Schaltpräzision beeinträchtigt.

Bei einer Nabenschaltung sollte man gänzlich ohne Last schalten. Dies geht am besten, wenn man kurz zu treten aufhört oder im Totpunkt der Kurbel (ein Pedal oben, das andere unten) schaltet.

Neben den üblichen Gängen kannst du dein eBike anhand verschiedener Unterstützungsstufen einstellen, wie stark dich der Elektromotor unterstützen soll. Achte darauf, dass du nicht ausschließlich in der höchsten Stufe fährst. Sonst wirst du rasch zu schnell und musst häufiger bremsen – das kostet Strom und Reichweite. Mit einer möglichst konstanten Geschwindigkeit bei gleichzeitiger optimaler Trittfrequenz kommst du entspannt und mit ausreichender Akkuleistung ans Ziel.

Die Auswirkungen falsch gewählter Gänge

Wer mit den kleinen Ritzel hinten und maximaler Motorunterstüzung anfährt bzw. unterwegs ist, oder mit eine solchen Konstellation schnell bergauf fährt, hat mit sehr hohen Verschleiß der kleinen Ritzel der Kassette und mit einem sehr hohen Verschleiß der Kette zu rechnen. Die modernen Motoren leisten bis zu 90 Nm Drehmoment und leisten in Spitzen bis zu 580 Watt, zuzüglich der Beinkraft des Fahres von zB 100 -180 Watt oder mehr, kommen hier sehr hohe Kräft auf die immer noch normale Fahrradkette und des Zahnkranzes. Dieser erhöhte Verschleiß wird nicht von unseren Lieferanten im Rahmen der Garantie oder Gewährleistung anerkannt. 

So schafft dein eBike maximale Steigungen

Planung ist das A und O – finde bei Touren mit vielen Steigungen vorher heraus, mit wie vielen Höhenmetern du unterwegs rechnen musst. Dementsprechend solltest du mit deinem Akku haushalten. Auch viel und schweres Gepäck verkürzt die Reichweite.Wähle beim Bergauffahren einen niedrigeren Gang und unterstütze den Motor, indem du selbst in die optimale Trittfrequenz pedalierst. Auch für Steigungen liegt die Trittfrequenz zwischen 70 und 80 Umdrehungen pro Minute.

Mit dem E-Bike sicher unterwegs

Auf dem E-Bike bist du problemlos mit ungefähr 25 km/h unterwegs, auf einem herkömmlichen Fahrrad in der Regel nur mit 15 km/h. Beachte daher, dass auch der Bremsweg mit dem E-Bike je nach Untergrund fast doppelt so lang ist. Autofahrer, mit denen du dich gemeinsam im Verkehr bewegst, können meist nicht erkennen, ob du auf einem E-Bike oder einem herkömmlichen Fahrrad unterwegs bist, und unterschätzen deinen Bremsweg. Auf solche Gefahren solltest du dich vorbereiten und besonders vorausschauend unterwegs sein. Fahre lieber defensiv, um Unfälle zu vermeiden.

Damit du im Straßenverkehr sichtbar bist, ist es außerdem wichtig, dass dein eBike ausreichend mit Reflektoren ausstatten und gegebenenfalls auch am Tag mit Licht fahren.

Bisher gibt es keine Helmpflicht für E-Biker. Um sich zu schützen, ist es trotzdem jedem FahrradfahrerIn insbesondere eBike FahrerIn dringend zu empfehlen, einen Helm zu tragen: 70 Prozent der Kopfverletzungen bei Unfällen von Radfahrern ließen sich durch Fahrradhelme verhindern.